30 Jahre FFussball – so unterschiedlich kann das Miteinander sein


Deutschland vs England – Welche Nation spielt in der gesellschaftlichen Championsleague?

Was sind es für großartige Fußballnationen. Unsterblich ist die Diskussion mit dem berühmten Wembletor – war er oder war er nicht. Aber wie sind die Entwicklungen seit 1966 im Fußball? Am Beispiel mit dem Umgang von Frauenfußball wird eins deutlich. England schlägt Deutschland. 

Als Beispiel vergleichen wir Manchester City und den deutschen Alt-Rekordmeister 1. FC Nürnberg. Nachdem das Verbot für den Frauenfußball in den 70er aufgehoben wurde, fanden im Jahre 1988 in beiden Vereinen die ersten Frauenfußballspiele statt. 

30 Jahre später wird in beiden Städten dieses Ereignis gefeiert. Während in Manchester dieses Ereignis auf der offiziellen Webseite gewürdigt wird, findet es in Nürnberg fast im Verborgenen statt. Der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg lud zu einer geschlossenen Feier zu Ehren der FCN Fußballerinnen ein. Auch eine hochrangige Delegation vom Männerfußball war bei der Feier, aber auf deren offiziellen Webseite findet sich kein Hinweis. 
Anders die Engländer. Auf der Webseite wurde sehr intensiv über den Frauenfußball stolz berichtet. Der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg zeigt mit seiner Einladung das Gespür, jedoch herscht in Nürnberger mehr Ignoranz als ein OB beseitigen kann. Und nach 8 Jahren im Aufsichtsrat der „Männer“ kann der OB zumindestens ein Punkt als Erfolg verbuchen.

Das sich diese Ignoranz auch in den Strukturen, den Möglichkeiten und den Philosophien der Vereine vorhanden ist, sollte doch ein Weckruf sein. Umso pikanter ist die Nürnberger Intoleranz zu bewerten, wenn die Stadtgeschichte betrachtet wird. Seit den 90 er Jahren versucht die Stadt mit den Nürnberger Menschenrechtspreis und der Friedenstafel einen aktiven Gegenpol zu den Nürnberger Gesetze aus der Nazi-Zeit zu etablieren. Aber das Potential in der Sportartnummer 1 mit einer Vielfalt, der Toleranz und des Miteinander zu setzen, bei einem Verein mit über 22.000 Mitglieder, bleibt ungenützt. Leider gibt es auch keine Bestrebung die geplanten DFB Kampagne zu den Menschenrechten und der Stadt des Menschenrechtspreises zu nutzen. Vielmehr nutzen Top Kommunal- und Landespolitiker die Männer-Fußballbühne um ihre Person zu positionieren ohne auch nur das Bewusstsein für die peinliche Situation entwickelt zu haben.

Manchester City – offizielle Webseite

Es ist eine Frage des Respekts und der Teilhabe und nicht des wirtschaftliche Kalküls.

www.fcn.de – offizielle Webseite 1.FC Nürnberg


„Die (Frauenfußball) haben keine Marketingreichweite. Die interessieren uns nicht.“ 


Michael Meeske, Kaufm. Vorstand 1.FCN – Dez. 2016